Das Biogarten Bulletin ist eine Inspirationsquelle rund um die aktuellen Themen aus dem Biogarten.
Herzlich willkommen zu unserer aktuellen Bulletin-Ausgabe!
Auch wenn das Wachstum nachlässt, gibt es viel zu tun. Jetzt ist der ideale Moment, um im Sinne der Permakultur zu arbeiten und den Garten für die nächste Saison vorzubereiten. Unsere Gartentipps von Magdalena zeigen, wie Sie Ihre Pflanzen sanft durch die Wintervorbereitungen begleiten – vom richtigen Zeitpunkt fürs Düngen bis zum bewussten Schnitt, der Nützlingen wie Wildbienen ein Zuhause bietet. Wer auch im Winter ernten möchte, findet jetzt Inspiration für Spätsaaten und frische Ideen fürs Gärtnern im Winter.
Das diesjährige Herbstbulletin beleuchtet zudem die aktuellen Änderungen bei der Pflanzenschutzmittelverordnung und zeigt, wie Sie trotz neuer Regeln weiterhin mit biologischen Alternativen aus unserem Sortiment arbeiten können. Vier Produkte müssen wir abgeben, doch unser Angebot bleibt vielfältig und naturnah – für einen Garten, der auch in Zukunft gesund und lebendig bleibt.
Und natürlich darf das Thema Gründüngung nicht fehlen: Sie sorgt für fruchtbare Böden, schützt vor Erosion und bietet Nahrung für Hummeln und andere Nützlinge. Im Herbst ist die perfekte Zeit, um mit Gründüngungspflanzen wie Zottelwicken, Gelbklee oder Phacelia die Grundlage für einen vitalen Garten zu legen.
Besonders schön und wertvoll für den naturnahen Garten sind jetzt unsere Bio-Pflanzen, die am besten im Herbst gesetzt werden. Wie wäre es mit robusten Rosen, die im nächsten Jahr mit ihrer Blütenpracht begeistern? Oder Sie setzen auf heimische Wildsträucher wie Haselnuss, Kornelkirsche oder Schlehe – sie bieten nicht nur Nahrung für Vögel, sondern sind auch echte Klimakünstler. Auch Obstbäume kommen im Herbst besonders gut in die Erde und bereichern Ihren Garten mit Farbe und Vielfalt. Und wer Lust auf einen Naschgarten hat, findet bei uns Beerensträucher wie Johannisbeeren (z. B. als Duo rot-weiss) oder Himbeeren (sogar auch in Gelb), die im Sommer mit süssen Früchten belohnen.
Mit der Natur zu gärtnern, bedeutet auch, natürliche Ressourcen zu nutzen: Laub, Baumschnitt und Kompost sind wertvolle Helfer im Herbstgarten. Sie schützen den Boden, fördern das Bodenleben und machen Ihren Garten klimarobust – ganz im Sinne der Permakultur. Erfahren Sie in unserem Herbstbulletin ebenfalls, wie Sie Ihren Garten jetzt fit für die Zukunft machen, mit Mischkulturen experimentieren und Ihren Balkon oder Garten Schritt für Schritt an den Klimawandel anpassen.
So, somit denken wir, der Startschuss fürs Herbstgärtnern ist gesetzt – ab an die Schaufeln.
Mit der Natur zu gärtnern bedeutet auch, mit allen natürlichen Ressourcen zu arbeiten. Sprich, auch «Gartenabfälle» einzusetzen, denn in der Natur gibt es eigentlich keinen Abfall.
Magdalena Steiner
Produktmanagerin Pflanzenschutz
Auch wenn der Garten Ende Sommer noch in voller Pracht steht, gilt es, sich langsam auf die sich ändernden Bedürfnisse einzustellen und die Pflanzen bei den «Wintervorbereitungen» zu unterstützen. Spätestens im Oktober stellt man dafür das Düngen ein – die Pflanzen benötigen eine gewisse Zeit vor dem ersten Frost, um ihr Wachstum zu bremsen. Spätes Düngen, besonders stickstoffhaltiges, regt neuesWachstum an, das bis zum Winter nicht mehr ausreift und dadurch frostempfindlich bleibt. Bei genügend kühlen Temperaturen schalten die Pflanzen von selbst einen Gang zurück und nehmen kaum noch Nährstoffe auf – alles überschüssig Gegebene gelangt dann allerdings ins Grundwasser.
Auch beim Schneiden der Stauden und Sträucher sollte man sich kurz Gedanken machen, was wirklich weg muss. Vieles gibt dem Garten im Winter nicht nur etwas Struktur, sondern bietet auch willkommene Nistplätze. Viele Wildbienenarten nisten nicht nur in aufrechtstehenden, markhaltigen Stängeln, sondern nutzen sie auch sehr gerne als Überwinterungsmöglichkeit.
Und wer auch im Winter ernten möchte, schaut sich jetzt nach potenziellen Spätsaaten um. Mehr dazu gibt es auf unserer Website «Gärtnern im Winter».
Mehr über die Alternativ-Produkte und den Biogarten-Kompass erfahren
Unser naturnahes Sortiment begleitet Sie Schritt für Schritt entlang des Biogarten-Kompasses – wobei die direkte Bekämpfung als letzte, gut abgewogene Massnahme zum Einsatz kommt.
Eine Gründüngung bietet sich zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr an: Im Herbst vor allem zur Bodenverbesserung und zum Schutz des Bodens über den Winter.
Gleich mehrere Kandidaten lassen sich auch im Spätsommer noch aussäen (idealerweise bis Ende August) und eignen sich als «Übergangsbepflanzung» im Boden oder Hochbeet. Sie lassen weniger Platz für ungewollten Bewuchs, schützen vor Austrocknung, lockern den Boden auf, sorgen zum Teil sogar für die An- reicherung von Stickstoff im Boden oder verhindern zumindest das Auswaschen von Nährstoffen.
Die Gründüngung sollte mindestens 6 bis 8 Wochen stehen gelassen werden. Am besten lässt man sie jedoch über den Winter stehen. Die einjährigen Pflanzen frieren über den Winter ab und bedecken weiterhin den Boden, die Mehrjährigen werden erst im Frühling ein- gearbeitet. So dienen die Pflanzenreste als Nahrung für Bodenlebewesen und fördern die Humusbildung. Dies schafft einen gesunden Boden, in dem sich Nützlinge wie Nematoden und gute Bakterien wohlfühlen.