Blühzeit Juli bis September, im zweiten Jahr nach der Aussaat
Überwinterung

Sehr winterhart, bleibt im Beet; Ernte möglich bis ins Frühjahr

Wuchshöhe Bis zu 1,2 Meter im Blütenjahr
Wuchsstärke Bildet kräftige, breite Blattrosetten; stabile Stiele im Blütenjahr
Wurzelwuchs Tiefe Pfahlwurzel, bis 1,5 Meter möglich
Blüte

Gelbe, auffällige Dolden; bienen- und insektenfreundlich

Standort

Sonnig bis halbschattig, nährstoffreicher, lockerer Boden

Besonderes

  • Reich an Vitaminen und Mineralstoffen
  • sehr robust
  • fördert Bodenstruktur und Biodiversität

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Pastinake – Pastinaca sativa 

Pflanze des Monats November 2025

Die Pastinake ist wie gemacht für den kalten November: robust, lagerfähig und voller Geschmack. In der Winterküche sorgt sie für Abwechslung – ob in Suppen, Aufläufen, Eintöpfen oder sogar frittiert als knusprige Beilage. Doch nicht nur auf dem Teller, auch im Garten ist die alte Kulturpflanze eine echte Bereicherung.

Schon in der Antike war die Pastinake ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Im Römischen Reich wurde ihr Anbau sogar vorgeschrieben. Bis ins 18. Jahrhundert war sie auch in Mitteleuropa sehr beliebt, bevor die Kartoffel sie verdrängte. Sogar ihr Saft wurde im Mittelalter als Heilmittel eingesetzt – was ihr den Spitznamen «Pestinake» einbrachte – wir haben keine Ahnung, ob der Spitzname für die Hoffnung als Mittel gegen die Pest stand oder der Geschmack damals nicht auf viele Liebhaber stiess – Geschmäcker sind ja verschieden. 😉

Wer bereits diesen Frühling gesät hat, erntet jetzt eine süsslich-aromatische Rübe, reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Die Pastinake ist zweijährig, bildet jedoch schon im ersten Jahr eine kräftige Wurzel. Sie ist besonders reich an Kalium, Vitamin C und Ballaststoffen und sättigt angenehm. Nach dem ersten Frost wird sie sogar noch aromatischer, da sich mehr Zucker in der Wurzel anreichert – ähnlich wie beim Grünkohl.

Auch für den Anbau im nächsten Jahr lohnt sich ein Versuch: Die Pastinake ist anspruchslos, kommt mit vielen Böden zurecht und zeigt sich widerstandsfähig gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Sie lockert mit ihrer tiefen Wurzel den Boden und verbessert seine Struktur – ideal für naturnahe Mischkulturen. Besonders harmoniert sie mit Zwiebeln, Lauch oder Ringelblumen, die gegenseitig Schädlinge abwehren oder Nützlinge anlocken.

Lässt man Pastinaken blühen, bieten ihre gelben Dolden im zweiten Jahr wertvolle Nahrung für zahlreiche Wildbienen und andere Insekten – ein Pluspunkt für die Biodiversität im Garten. Wer Samen gewinnen möchte, kann sie im Spätsommer selbst ernten.

Dank ihrer Frosthärte ist die Pastinake das perfekte Wintergemüse: Sie kann im Boden bleiben und frisch geerntet werden, oder in einer Kiste mit Sand lange knackig lagern. Übrigens lassen sich nicht nur die Wurzeln, sondern auch die jungen Blätter als Suppengrün oder fein gehackt wie Petersilie verwenden.

Ob als cremige Suppe, würziger Auflauf oder knusprige Beilage – die Pastinake bringt wärmende Vielfalt in die kalte Jahreszeit. Ein Grund mehr, sie in die Gartenplanung fürs nächste Frühjahr aufzunehmen.