Phänologischer Kalender

10 Jahreszeiten für naturnahe Gärten

Was Pflanzen, Bestäuber und Zugvögel über den richtigen Moment im Garten verraten. Spätestens im Februar fängt es an: Es kribbelt in den Fingern. Die ersten Schneeglöckchen kommen, der Boden riecht anders, irgendwo summt schon eine Hummel. Aber was darf jetzt schon raus? Wann muss die Schere nochmal an die Rosen, wann zu früh, wann zu spät? Der Wandkalender hilft hier wenig. Pflanzen halten sich nicht an ein Datum – sie reagieren auf Temperatur, Licht und Boden.

Genau hier setzt der phänologische Kalender an. Statt vier kennt er zehn Jahreszeiten – Vorfrühling, Erstfrühling, Vollfrühling und so weiter, bis zum Winter. Sie beginnen nicht an einem fixen Datum, sondern wenn Schneeglöckchen blühen, Apfelbäume Knospen treiben oder die Herbstzeitlose ihre Köpfe streckt.

Wann pflanzen, wann schneiden, wann ernten – die Antwort steht nicht im Wandkalender, sondern im Garten selbst. Hier folgen die zehn Naturmomente und was sie für den eigenen Garten und einen selbst bedeuten.
 

Übrigens: Im Kreis stehen keine Zahlen. Das ist Absicht. Die Phänologie misst nicht in Tagen, sondern in Blüten – und die richten sich nach Region, Wetter, Höhenlage und mittlerweile auch nach dem Klimawandel. Mehr dazu weiter unten im Kapitel «Phänologie und Klimawandel».

Illustration des phänologischen Kalenders | © Andermatt Biogarten AG

Was ist der phänologische Kalender?

Phänologie kommt aus dem Griechischen und heisst «Lehre der Erscheinungen». Sie beschäftigt sich mit dem, was in der Natur sichtbar wird: Wann eine Knospe aufbricht, wann der Apfel rot wird, wann die Schwalben zurückkehren. 

Aus diesen Beobachtungen entsteht der phänologische Kalender – und der teilt das Jahr nicht in vier, sondern in zehn Abschnitte: Vorfrühling, Erstfrühling, Vollfrühling, Frühsommer, Hochsommer, Spätsommer, Frühherbst, Vollherbst, Spätherbst und Winter.

Jeder dieser zehn Naturmomente beginnt nicht an einem Datum, sondern wenn eine bestimmte phänologische Zeigerpflanze ihren Auftritt hat. Schneeglöckchen läuten den Vorfrühling ein, die Apfelblüte den Vollfrühling, die Lindenblüte den Hochsommer, die Herbstzeitlose den Frühherbst.

Was nüchtern klingt, ist eigentlich altes Wissen: Bäuerinnen und Bauern haben sich seit Jahrhunderten an diesen Mustern orientiert – mit weniger Excel-Tabellen und mehr Geduld als wir heute. Wissenschaftlich betrieben wird Phänologie in der Schweiz seit 1951. Damals gründete Bernard Primault bei MeteoSchweiz das phänologische Beobachtungsnetz.

Heute beobachten Freiwillige an rund 160 Stationen 26 verschiedene Pflanzenarten – von der Hasel bis zur Edelkastanie. Sie notieren, wann Knospen aufspringen, wann Blätter sich verfärben, wann Früchte reifen.

Ihre Daten zeigen schwarz auf weiss, was viele längst spüren: Der Frühling beginnt in der Schweiz heute fünf bis zehn Tage früher als noch in den 1980ern.

Warum diese feinere Einteilung besser ist als der Wandkalender? Weil Pflanzen kein Datum kennen. Sie reagieren auf Temperatur, Licht und Bodenfeuchte – also auf das, was tatsächlich gerade in einer Region passiert. Eine Apfelblüte im Tessin kommt regelmässig zwei bis drei Wochen früher als im Toggenburg auf 1'200 Metern. Wer sich an einem fixen Datum orientiert, kämpft entweder mit Spätfrost oder verliert wertvolle Gartenwochen. Wer sich an Pflanzen orientiert, trifft den richtigen Naturmoment.

Die Zeitangaben in diesem Kalender – «ca. Mitte Februar – Mitte März» oder «rund 42 Tage» – sind deshalb Mittelwerte aus vielen Jahren und Regionen. Sie geben Orientierung, keine in Stein gemeisselte Regeln. Im warmen Jahr fängt der Vorfrühling drei Wochen früher an, im kalten Jahr drei Wochen später. Und im Tessin sieht das Gartenjahr ganz anders aus als im Engadin.

Zwei Bäume, die Geschichte schreiben

In Genf wird seit 1808 dokumentiert, wann die Knospen einer einzigen Rosskastanie aufspringen. In Liestal seit 1894, wann ein bestimmter Kirschbaum blüht. Diese zwei Reihen sind die längsten phänologischen Datenreihen Europas – ein erstaunliches Generationenprojekt. Im Frühling 1816 trieb die Genfer Rosskastanie am 23. April aus. 2002 öffnete sie ihre ersten Knospen schon am 29. Dezember. Das ist der Klimawandel – gemessen an einem einzigen Baum.

Die 10 Naturmomente im Überblick

Hier eine Aufstellung über die zehn phänologischen Jahreszeiten: Zeigerpflanzen, was gerade in der Natur passiert – und was im Garten ansteht. Die Zeitangaben sind grobe Richtwerte; je nach Region, Höhenlage und Wetterjahr kann sich alles um zwei bis vier Wochen verschieben. Die Hasel im Tessin blüht früher als die im Toggenburg, das gehört zum Wesen dieses Kalenders.

Phänologische Zeigerpflanze für den Vorfrühling - die Haselkätzchen | © Andermatt Biogarten AG

Frühling – drei Naturmomente, die alle «Frühling» heissen

Vom ersten Schneeglöckchen bis zur Apfelblüte vergehen oft vier Monate – und in dieser Zeit verändert sich die Natur dreimal grundlegend. Die Phänologie unterscheidet deshalb zwischen Vor-, Erst- und Vollfrühling.

1 - Vorfrühling

ca. Mitte Februar – Mitte März

Zeigerpflanze: Schneeglöckchen, Hasel-Kätzchen, Salweide (die rettet die ersten Hummeln)

In der Natur: Erste Hummeln und Wildbienen wagen sich raus, Igel-Männchen erwachen, Kohlmeisen singen, die ersten Stare kehren aus dem Süden zurück

Im Garten: Obstbaumschnitt an frostfreien Tagen, Boden vorbereiten, erste Aussaaten auf der Fensterbank, Nistkästen reinigen, wurzelnackte Pflanzen bei frostfreiem Wetter setzen

2 - Erstfrühling

ca. Mitte März – Ende April

Zeigerpflanze: Forsythie (oder die wildbienen-freundliche Schlehe)

In der Natur: Schwalben kehren zurück, Buschwindröschen blühen, Wildbienen werden richtig aktiv, Kröten wandern

Im Garten: Rosen schneiden, Frühbeet aussäen, Stauden teilen, vorgezogene Pflanzen pikieren

3 - Vollfrühling

ca. Ende April – Ende Mai

Zeigerpflanze: Apfelblüte, Flieder, Maiglöckchen

In der Natur: Kuckucksrufe, Maikäfer fliegen, Wildbienen am Apfel – kritische Phase für die Bestäubung

Im Garten: Nach den Eisheiligen Tomaten und Paprika raus, Stauden setzen, Direktsaat ins Freiland, Zwiebel- und Knollenpflanzen stecken

Phänologische Zeigerpflanze für den Frühsommer - die Blüten des Holunders | © Andermatt Biogarten AG

Sommer – drei Naturmomente zwischen Holunder und Heide

Was als duftende Holunderblüte beginnt, endet mit der knallroten Eberesche. Dazwischen liegt der Hochsommer – mit 42 Tagen die längste aktive Vegetationsphase im Gartenjahr. Drei Naturmomente, in denen sich der Garten neu erfindet: Vom Blütenrausch zur Erntezeit.

4 - Frühsommer 

ca. Anfang Juni – Anfang Juli

Zeigerpflanze: Schwarzer Holunder, Robinie, Wiesen-Blütenhöhepunkt

In der Natur: Glühwürmchen tauchen auf, erste Heumahd, Heuschnupfen-Saison, Mauersegler über den Dächern und erste Jungvögel (Singvögel) unterwegs

Im Garten: Holunderblüten ernten (für Sirup!), Stauden für die zweite Blüte zurückschneiden, Beerensträucher nach der Ernte schneiden, Tomaten ausgeizen

5 - Hochsommer

ca. Anfang Juli – Mitte August

Zeigerpflanze: Sommerlinde, Wegwarte, Sonnenblume; reife Johannisbeeren

In der Natur: Schmetterlingsvielfalt am Höhepunkt, Heuschrecken zirpen, Mauersegler kreisen in Schwärmen

Im Garten: Wässern und Mulchen, Stecklinge schneiden, zweite Aussaat von Karotten, Salat und Radieschen, Samenstände für die nächste Saison sammeln

6 - Spätsommer

ca. Mitte August – Mitte September

Zeigerpflanze: Frühapfel reif (z. B. Klarapfel), Eberesche leuchtet rot, Heideblüte

In der Natur: Schwalben sammeln sich auf Drähten – Aufbruchstimmung, erste Tagesschmetterlinge werden weniger

Im Garten: Gründüngung auf abgeernteten Flächen aussäen, Erdbeeren neu pflanzen, Wintergemüse vorziehen, Zwiebelpflanzung planen

Phänologische Zeigerpflanze für den Früherbst- die Früchte von (Wild-)Rosen | © Andermatt Biogarten AG

Herbst – drei Naturmomente vom letzten Apfel bis zum letzten Blatt

Die Herbstzeitlose macht den Anfang, das fallende Eichenlaub das Ende. Dazwischen wird geerntet, gepflanzt – und langsam aufgeräumt. Aber nicht zu gründlich, denn der Herbst-Garten ist auch ein Wintergarten für Tiere.

7 - Frühherbst

ca. Mitte September – Mitte Oktober

Zeigerpflanze: Herbstzeitlose, reife Holunderbeeren, Hagebutten von (Wild-)Rosen (ein Festmahl für Drosseln und Rotkehlchen) 

In der Natur: Letzte Schwalben verschwinden, Stare und Kraniche ziehen in Schwärmen, Igel suchen Quartiere für den Winterschlaf

Im Garten: Birnen- und Zwetschgenernte, Frühlingsblüher-Zwiebeln stecken (Krokus, Schneeglöckchen, Tulpe), Knoblauch pflanzen, Gründüngung weiter aussäen

8 - Vollherbst

ca. Mitte Oktober – Anfang November

Zeigerpflanze: Stieleiche, Rosskastanie, Walnuss; allgemeine Laubverfärbung

In der Natur: Eichhörnchen verstecken Wintervorräte, Pilze überall, Kastanien knirschen unter den Schuhen

Im Garten: Letzte Tulpenzwiebeln stecken, Wintergemüse setzen, Knollen von Dahlien & Co. ausgraben, Obstbäume mulchen, jetzt ist die beste Pflanzzeit für wurzelnackte Gehölze – Rosen, Obstbäume, Hecken

9 - Spätherbst

ca. Anfang November – Anfang Dezember

Zeigerpflanze: Letzter Laubfall, Stieleichenlaub fällt zuletzt – die Vegetationszeit endet

In der Natur: Wintergäste aus dem Norden treffen ein: Bergfinken, Seidenschwänze, Wacholderdrosseln

Im Garten: Halb-aufräumen statt sauber putzen. Stängel, Laubhaufen und Reisig für überwinternde Insekten und Igel stehen lassen – wer jetzt zu gründlich wird, sperrt seine Mitbewohner aus

Phänologische Zeigerpflanze für den Winter - die Blüten der Christrose | © Andermatt Biogarten AG

Winter – die Pause, die keine ist

Auf den ersten Blick steht der Garten still. Auf den zweiten Blick arbeitet er weiter: unter der Erde, im Reisighaufen, in den Vogelschwärmen. Und wir auch – mit Plänen für die neue Saison.

10 - Winter

ca. Anfang Dezember – Mitte Februar

Zeigerpflanze: Christrose blüht – manchmal mitten im Schnee

In der Natur: Vögel an der Futterstelle, Wachholderdrosseln in den Hecken, Spuren im Schnee, Stille

Im Garten: Geräte reinigen und schärfen, Saatgut und Beete planen, Vogelhaus pflegen, an frostfreien Tagen Obstbäume schneiden

Kleine Gartenjahrnotizen

  • Höhe, Region, Wetter: Diese Übersicht ist eine Landkarte, kein Schweizer Uhrwerk. Wer im Tessin gärtnert, liegt drei Wochen vor dem Toggenburger – und in einem warmen Jahr verschiebt sich alles nochmals um zwei Wochen nach vorne. Die Naturmomente sind Orientierung, nicht Verordnung.

  • Der Kalender wandert mit: Phänologische Daten zeigen, was viele längst spüren. Der Frühling beginnt heute fünf bis zehn Tage früher als in den 1980ern. Der Spätherbst zieht sich länger hin. Wer biodivers gärtnert, federt diese Verschiebungen ab – mit Vielfalt statt Monokultur.

  • Eigene Augen sind die besten: Wer notiert, wann das erste Schneeglöckchen blüht oder die ersten Schwalben zurück sind, versteht nach zwei, drei Jahren den eigenen Garten besser als jeder Ratgeber. Phänologie beginnt mit dem Hinschauen.

10 phänologische Faustregeln

Wenn-dann-Regeln aus Naturmomenten

Pflanzen sagen nichts, aber sie zeigen alles. Wer ihre Signale lesen kann, weiss ohne Kalenderblick, wann im Garten was zu tun ist. Diese 10 phänologischen Faustregeln haben sich über Generationen bewährt – und sie funktionieren in jeder Höhenlage und jedem Wetterjahr, weil sie nicht auf ein Datum, sondern auf die Pflanze schauen.

Wenn.... ...dann
Schneeglöckchen blühen, Haselkätzchen stäuben Obstbaumschnitt an frostfreien Tagen, wurzelnackte Pflanzen setzen
Salweide blüht (das Hummel-Frühstück nach dem Winter) Erbsen, Karotten, Spinat direkt ins Beet säen
Schlehe blüht (oder die Forsythie, wenn Sie eine im Garten haben) Rosenschnitt – jetzt, nicht früher
Apfelbäume blühen Tomaten, Paprika und alles Frostempfindliche darf raus
Holunder blüht Holunderblüten ernten (Sirup, Hugo, Küchlein), Stauden für die zweite Blüte zurückschneiden
Sommerlinde blüht Mitsommer ist da – wässern, mulchen, Stecklinge schneiden
Eberesche leuchtet rot Gründüngung auf abgeernteten Flächen aussäen
Herbstzeitlose blüht Frühlingsblüher-Zwiebeln stecken, Knoblauch pflanzen
Eichenlaub fällt Beste Zeit für wurzelnackte Gehölze – Rosen, Obstbäume, Hecken
Christrose blüht im Schnee Saatgut sortieren, Beete für die neue Saison planen

Phänologie und Klimawandel: Naturmomente verschieben sich

Wenn die Apfelblüte früher kommt als die Wildbiene

 

 

Frühling kommt früher: 1816 trieb die Genfer Rosskastanie ihre Knospen am 23. April. Im Jahr 2002 schon am 29. Dezember.

Dazwischen liegen 186 Jahre – und eine der grössten Naturkalender-Verschiebungen, die je dokumentiert wurde.

Die Daten der phänologischen Beobachtungen zeigen eine klare Verschiebung. Der Vorfrühling beginnt in der Schweiz heute im Schnitt fünf bis zehn Tage früher als noch in den 1980er-Jahren. Bei einzelnen Frühblühern ist die Verschiebung deutlich grösser – die Genfer Rosskastanie ist nur das berühmteste Beispiel.

Gleichzeitig zieht sich der Spätherbst hin: Die Vegetationsperiode wird länger, aber auch fragiler. Was klingt wie eine geschenkte Verlängerung der Gartensaison, hat ökologisch eine Schattenseite. Pflanzen reagieren stark auf Temperaturen – Bestäuber, Zugvögel und Insekten reagieren auf andere Signale: Tageslicht, innere Uhr, Nahrungsangebot in ihren Heimatregionen.

Wenn die Apfelbäume blühen, bevor die Wildbienen geschlüpft sind, fehlt der Bestäuber. Wenn die Buchen austreiben, bevor die Raupen schlüpfen, finden Meisenjunge im Nest weniger Futter.

Der Naturkalender gerät aus dem Tritt. Paradox dazu: Mit dem früheren Austrieb steigt das Risiko für Spätfrost-Schäden. Pflanzen, die Mitte April schon Knospen treiben, sind verletzlicher als solche, die erst Anfang Mai loslegen. Eine einzige kalte Nacht reicht, um eine Apfelblüte zu vernichten – ein Phänomen, das Schweizer Obstbäuer:innen in den letzten Jahren häufiger beobachten.

Was wir dagegen im Garten tun können? Vielfalt! Ein Garten mit zwanzig verschiedenen Pflanzenarten, die nacheinander von Februar bis November blühen, ist eine Versicherung – gegen Bestäubermangel, gegen Spätfrost-Verluste, gegen die Verschiebungen im Naturkalender. Wer auf einheimische Pflanzen, gestaffelte Blühzeiten und vernetzte Lebensräume setzt, macht den eigenen Garten klimafest.

Phänologisches Gärtnern und biodiverses Gärtnern sind zwei Seiten derselben Medaille.

Mitschreiben am Naturkalender

Wie wir alle zur Phänologie-Forschung beitragen können

Phänologische Beobachtungen sind keine Wissenschaft hinter verschlossenen Türen. Sie leben davon, dass Menschen in ihrer Umgebung hinschauen – und das melden, was sie sehen.

Wer im eigenen Garten notiert, wann der Apfelbaum austreibt oder wann die ersten Schwalben zurück sind, hilft mit, das Klimawissen für die ganze Schweiz zu verfeinern. 

PhaenoNet – das Schweizer Beobachtungsnetz Auf phaenonet.ch können alle mitmachen. Die Plattform wird von GLOBE Schweiz, MeteoSchweiz, der WSL und der ETH gemeinsam betrieben.

Man wählt eine Pflanze in der Nähe – einen Apfelbaum, eine Hasel, eine Linde – und notiert die Entwicklungsstadien: erste Knospe, Blüte, Fruchtreife, Laubverfärbung, Laubfall. Schon ein einziger Baum, über mehrere Jahre beobachtet, liefert verwertbare Daten.

Eine Meldung pro Phase reicht.

Vögel, Schmetterlinge, Wildbienen – Auch tierische Naturmomente liefern Daten.

BirdLife Schweiz organisiert jeweils im Mai die «Stunde der Gartenvögel» und im Januar die Schweizer Wintervogelzählung – eine Stunde lang Vögel im eigenen Garten zählen, online melden, fertig.

Schmetterlinge und Wildbienen lassen sich über infoflora.ch und infofauna.ch melden, oder international über iNaturalist.org – die hilft sogar bei der Bestimmung (App).

Und für sich selbst – das eigene Garten-Tagebuch

Wer keine Daten an Forschungsprojekte schicken mag, profitiert auch ganz für sich von Naturbeobachtungen. Ein simples Notizheft, in dem steht, wann das erste Schneeglöckchen blüht, wann der Holunder Knospen schiebt, wann die ersten Mauersegler kreischen, ist nach zwei, drei Jahren Gold wert. Man entwickelt ein Gefühl für den eigenen Standort, das keine Wetter-App und kein Ratgeber-Buch ersetzen können – und merkt nebenbei, dass man die wichtigsten Naturmomente plötzlich vor allen anderen sieht.

Das Gartentagebuch zum Mitnehmen

 

 

Download A5 Gartentagebuch -
passend zum Gartenjournal

Damit aus den eigenen Beobachtungen nicht nur ein Sommer wird, sondern ein Gartenjahr-für-Gartenjahr-Vergleich: Wir haben ein phänologisches Gartentagebuch zum Selbstausdrucken, mit einer Mehrjahres-Tabelle für jeden der zehn Naturmomente gestaltet .

Welche Pflanzen und Tiere man verfolgt, entscheidet jede Beobachterin selbst – das Tagebuch gibt nur die Struktur. Nach drei Jahren wird schwarz auf weiss sichtbar, wie sich der Frühling im eigenen Garten verschoben hat.

Wer mehr will: Das Andermatt-Gartenjournal ist ein mehrjähriges Bullet Journal für Gärtner:innen – ein A5-Ordner mit Ringmechanik. Drinnen findet sich Platz für Beetplanung, Mischkulturenmatrix, Aussaatkalender, Pflanzenstärkungs-Log, Gartenbewohner-Radar und vieles mehr. Das phänologische Tagebuch ergänzt es perfekt: Es bringt den Mehrjahres-Vergleich der zehn Naturmomente dazu.

Zum Andermatt Gartenjournal

Häufige Fragen und Antworten zum phänologischen Kalender

Weitere Interessante Themen rund um den Biogarten

Andermatt Biogarten - Die Autor:innen unserer Gartenthemen stellen sich vor - NaSu

Mit dem ersten grösseren Balkongarten stieg bei Nadine das Interesse, wie sich Gartenarbeiten zuverlässig planen lassen. Bei der Recherche ist sie damals auf den Begriff «phänologischer Kalender» gestossen. Mittlerweile beobachtet sie genau, was im Garten los ist und welche Arbeit als nächstes ansteht. Nach über 20 Jahren Hinschauen – inklusive ihrem Heuschnupfen, der sich als überraschend zuverlässiges «Frühwarnsystem» entpuppt hat – taktet sie ihre Arbeit nach der Natur, nicht nach dem Wandkalender. ;-)

Zu den Autorenportraits

679708
Produktbild zu «Gartenjournal Biogarten» | © Andermatt Biogarten AG

Gartenjournal Biogarten

Im Gartenjournal lässt sich alles rund um das eigene Gartenparadies festhalten. Diverse Vorlagen bieten Platz für Gedanken, Pläne, Beobachtungen und Massnahmen im Garten.
19791
Haselnussbaum | © R. Rombach Pflanzenproduktion

Haselnussbaum

Die gemeine Haselnuss (Corylus avellana), ist ein heimischer und Strauch. Durch das Veredeln auf einem ca. 50–80 cm hohen Stamm wird eine gute Selbstbefruchtung erreicht.
20623
Ohr-Weide | © Sträucherei

Ohr-Weide

Die Ohr-Weide ist ein mehrstämmiger, reichverzweigter Strauch, der bis 3 m hoch wird. Die graubraune Rinde bleibt glatt, wechselt die Farbe später zu braun bis schwarz.
20633
Schwarzdorn | © Sträucherei

Schwarzdorn

Der einheimische Schwarzdorn – auch Schlehe genannt – besticht bereits im zeitigen Frühjahr mit kleinen, weissen Blüten, die leicht nach Mandeln schmecken.
20588
Zwergflieder 'Tinkerbelle®' | © R. Rombach Pflanzenproduktion

Zwergflieder 'Tinkerbelle'

'Tinkerbelle' ist ein süss duftender Zwergflieder mit leuchtend rosa Blüten - eine kompakt wachsende, bei Bienen beliebte Schönheit.
19493
Schwarzer Holunder | © R. Rombach Pflanzenproduktion

Schwarzer Holunder

Der einheimische Wildstrauch darf in keinem naturnahen Garten fehlen. Die grosse Schirmrispenblüte mit dem frischen, fruchtigen Duft erscheint von Mai bis Ende Juni.
532650
Rote Johannisbeere 'Jonkheer van Tets' | © Bio Baumschule Geers GbR

Rote Johannisbeere 'Jonkheer van Tets'

Die ausgesprochen frühreife Rote Johannisbeere «Jonkheer van Tets» ist eine ideale Naschpflanze für Beerenfans, die das Gartenjahr gar nicht abwarten können.
19582
Apfelbaum Julia | © Glauser's Bio-Baumschule

Apfelbaum Julia

Der frühe Sommerapfel hat süsses, saftiges Fruchtfleisch und einen angenehmen säuerlichen Geschmack.
20632
Vogelbeere | © Sträucherei

Vogelbeere

Die Vogelbeere – auch Eberesche genannt – ist ein wichtiges Vogelnährgehölz. Die gefiederten Gartenbewohner lieben die Beeren, die im Herbst leuchtend rot erscheinen.
19655

Wildrose Apfelrose

Die biologische Wildrose Rosa villosa, auch Apfel-Rose genannt, hat mittelgrosse, einfache reinrosa Blüten.
22112
Walnussbaum Lara | © R. Rombach Pflanzenproduktion

Walnussbaum Lara

Die Walnuss Lara ist eine sehr kompakt wachsende Sorte und daher eine gute Alternative für den Hausgarten.
21868
Edelkastanie H2 | © R. Rombach Pflanzenproduktion

Edelkastanie H2

Die Edelkastanie H2 ist ein selektionierter Wildling, der veredelt ein sehr guter Befruchter für andere Sorten ist, selber aber auch hohe Erträge bringt.