BIOGARTEN-BLOG | Moira's Küchenexperimente

Pilz-Gyoza (vegan)

Aus selbst gezogenen Austernseitlingen

Ich liebe Teigtaschen aller Art. Ob Ravioli, Dumplings, Manti, Pierogi, Momos oder Mandu, es gefällt mir einfach, ein Überraschungspäckli zu haben, bei dem sich die Füllung erst beim Abbeissen offenbart. Und am allerliebsten sind mir Gyoza. Die hübsch gefalteten Köstlichkeiten vereinen Knuspervergnügen mit viel Umami.

Den meisten sind Gyoza aus Japan bekannt, dort wurden sie allerdings erst ab den 1920ern als schneller, sättigender und preiswerter Imbiss beliebt. Die Geschichte ihrer Vorläufer jedoch geht in China weit über 1000 Jahre zurück. Ziemlich weit weg von der Schweiz ist beides, ich möchte sie jedoch am liebsten stets ganz nah haben.

Deshalb mache ich Gyoza gerne selber. Der Überraschungseffekt wird etwas kleiner, dafür hat es nur frische Zutaten drin und man kann so einiges reinschmuggeln.

Im Winter ist es ja bekanntlich etwas schwierig, selbst frische Pilze zu pflücken, deshalb habe ich in diesem Zusammenhang gleich unser Pilzaufzuchtset ausprobiert, um schmackhafte Austernseitlinge verwenden zu können.

 

Viel Spass beim Ausprobieren!

Zutaten für die Pilzgyoza (ca. 30 Stk)

  • 250 g Weissmehl
  • 1.5 dl Wasser
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Frühlingszwiebel oder Lauch
  • 1 daumengrosses Stück Ingwer
  • 1-2 Chili, je nach Schärfewunsch
  • 1 Rüebli
  • ca. 150 g Kohl (z.B. Chinakohl, Rotkohl, Wirsing, was grad da ist)
  • ca. 200 g Pilze (Austernseitlinge, Champignons oder wild gemischt)
  • wenig Sesamöl
  • (1 TL Misopaste, hell oder dunkel)
  • 2 TL Sojasauce
  • 1 TL Sesamöl
  • wenig Reisessig
  • Sesam 

Mise-en-Place, Küchenutensilien

  • Schneidebrett
  • Küchenmesser
  • Wallholz
  • Bratpfanne mit Deckel
  • Bratkelle

Zubereitung der Pilzgyoza

  • Zuerst für den Teig Wasser und Mehl vermengen und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Bei Seite stellen und zugedeckt ruhen lassen.
  • Das Gemüse bis und mit Pilzen möglichst klein schnippeln. Die Füllung erlaubt es gut, dass Zutaten ersetzt oder je nach Vorliebe etwas mehr oder weniger einer Zutat genommen wird. Die Masse sollte nach dem Braten nur nicht zu nass sein.
  • Das Gemüse in etwas Sesamöl anbraten und ca. 5-10 Minuten dünsten lassen.
  • Nach Belieben kann während des Dünstens etwas Misopaste hinzugegeben werden. Zu viel Salziges ist jedoch nicht nötig, da die fertigen Gyoza vor dem Verzehr in Sojasauce getunkt werden.
  • Die Gemüsemischung auskühlen lassen, währenddessen den Teig zu Rondellen formen: dazu zuerst 3 dicke Rollen formen, und diese jeweils in 10 Stücke unterteilen.
  • Die abgetrennten Stücke zuerst mit dem Handballen und danach dem Daumen flach drücken, oder mit dem Wallholz dünn auswallen, bis sie fast durchscheinend sind.
  • Damit er sich gut falten lässt, darf der Teig zwischendurch nicht austrocknen; restliche Teigstücke deshalb stets mit einem feuchten Küchentuch abdecken
  • 1 TL Füllung in die Mitte geben und in einem wellenförmigen Muster die Ränder andrücken (dazu am besten ein YouTube-Video zur Hilfe nehmen, oder es sich zeigen lassen).
  • Beim Zurücklegen auf die Arbeitsplatte darauf Acht geben, dass das Gyoza unten etwas bemehlt ist, sonst klebt es auf der Arbeitsfläche.
  • Fertige Gyoza in der Bratpfanne ca. 2 Minuten auf einer Seite scharf anbraten, danach 0.5 dl Wasser beigeben und bei geschlossenem Deckel ca. 5 Minuten dämpfen.
  • Deckel entfernen und restliches Wasser verdampfen lassen.
  • Alle Zutaten für die Sauce zusammenmischen und Gyoza darin tunken.

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