Stellt man einen Löwenzahn in Wasser, rollt sich der Stängel auf und beginnt zu tanzen. | © Andermatt Biogarten AG

Löwenzahn-Experiment: Lass die Blumen tanzen

Tanzende Stängel im Wasser

Mit diesem einfachen Experiment wird der Stängel des Löwenzahn zur Attraktion: Im Wasser beginnen die eingeschnittenen Streifen sich zu kringeln und zu «tanzen». So wird sichtbar, wie Pflanzenzellen Wasser aufnehmen und sich dabei verändern – ein ideales Forschungsprojekt für kleine und grosse Entdecker:innen.

Checkliste – Das brauchst du: 

  • Frischer Löwenzahn mit langem Stängel (nicht zu viele pflücken)
  • Glas oder Schale mit Wasser
  • Schere oder Cutter
  • Unterlage zum Schneiden

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Löwenzahn vorbereiten – Einen frischen Löwenzahn mit möglichst langem, geradem Stängel auswählen. Blüte oder Pusteblume am Stängelende belassen, damit die Streifen später zusammengehalten werden. 
  2. Stängel längs einschneiden – Den Stängel von unten her der Länge nach vorsichtig in mehrere schmale Streifen schneiden oder einreissen. Wichtig: Ein Stück unterhalb der Blüte bleibt ganz, damit der Stängel oben nicht auseinanderfällt.
  3. Ins Wasser stellen – Das eingeschnittene Stängelende in ein Glas oder eine Schale mit Wasser stellen. Die Streifen sollen frei im Wasser hängen und sich frei bewegen können. 
  4. Beobachten – Nach kurzer Zeit beginnen sich die Streifen zu krümmen, einzurollen oder spiralförmig zu verdrehen – der Stängel wirkt, als würde er tanzen. Besonders schmale Streifen zeigen diesen Effekt deutlich.

Was dahintersteckt: die Kraft der Zellen

Der Löwenzahn-Stängel besteht aus vielen Pflanzenzellen, die Wasser aufnehmen können. Treffen die eingeschnittenen Stängelstreifen auf Wasser, nehmen vor allem die inneren Zellen Wasser auf und schwellen an, während die äusseren Zellen weniger stark reagieren.​

Dadurch dehnt sich eine Seite der Streifen stärker aus als die andere – die Folge sind Biegungen, Drehungen und das Einrollen der Streifen. Der sichtbare «Tanz» zeigt auf einfache Weise, wie Osmose und unterschiedliche Gewebeschichten die Form von Pflanzen beeinflussen können.​ 

Zusatzidee: Der wasserdichte Löwenzahn-Kopf

Als Ergänzung lässt sich mit einer reifen Löwenzahn-Pusteblume ein zweites Experiment durchführen: Der Samenstand wird vorsichtig senkrecht in ein Glas Wasser getaucht und wieder herausgezogen.

Die Fallschirmchen bleiben meist trocken und fluffig, da feine Härchen und eine wachsartige Oberfläche Wasser abweisen und Luft einschliessen – eine eindrückliche Demonstration dafür, wie gut Löwenzahn-Samen an Wind und Regen angepasst sind.

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