BIOGARTEN-BLOG | Lou's Permakultur-Abenteuer

No Dig Beete anlegen – Gärtnern ohne Umgraben

Als wir in unser Haus mit Garten gezogen sind, war für uns sofort klar: Auf der sonnigen, grossen Rasenfläche sollen bald Gemüsebeete entstehen. Aber wie legt man mit möglichst wenig Arbeitsaufwand schnell ein Gartenbeet an?

Auf meiner Suche bin ich immer wieder auf die No-Dig-Methode gestossen – unter anderem durch den bekannten Youtuber Charles Dowding und meine Permakultur-Ausbildung. Diese rückenschonende Anbaumethode verspricht nicht nur üppige Ernten, sondern auch weniger Schnecken und eine bessere Drainage. Da der Boden dabei nicht umgegraben wird, bleibt die wertvolle Krümelstruktur erhalten, und auch die Bodenlebewesen werden nicht gestört.

Planung ist das A und O

Bevor du loslegst, solltest du deine Beete genau planen und eine Skizze machen. Überlege dir, wie dein Garten später aussehen soll, und achte auf die richtige Grösse. Bewährt hat sich eine Beetbreite von etwa 150 cm, damit du von beiden Seiten bequem bis in die Mitte greifen kannst.

Wenn du eine grosse Fläche umgestalten willst, lohnt es sich, bei Ricoter oder in der Gärtnerei deines Vertrauens nach Big Bags mit Komposterde zu fragen. Ideal ist eine Lieferung direkt an den Standort der Beete – leider war das bei uns nicht möglich, weshalb wir auf Biosackerde ausweichen mussten. Plane auf jeden Fall reichlich Erde ein: Du brauchst mindestens doppelt so viel wie gedacht – vertrau mir 😉

Schritt für Schritt zum No-Dig-Beet

  1. Rasen vorbereiten – Mähe die Fläche so kurz wie möglich und entsorge oder kompostiere das Schnittgut.
  2. Karton auslegen – Decke den gesamten Bereich mit braunem Karton ab. Entferne vorher unbedingt alle Etiketten, Klebestreifen und Klammern. Die Kartons müssen überlappen, damit kein Gras oder Unkraut durch Ritzen wachsen kann. Freie Flächen dürfen nicht mehr zu sehen sein.
    Tipp: Frag bei Umzügen nach Zügelkartons oder in Möbel- und Bettengeschäften nach grossen Kartonagen.
  3. Karton wässern – Sobald alles ausgelegt ist, giesse den Karton kräftig mit Wasser an. Dadurch wird er schwerer, bekommt Bodenhaftung und weht nicht davon. Arbeite am besten gleich weiter, sonst musst du die Fläche mit Steinen oder Brettern beschweren.
  4. Beete markieren – Steck die gewünschten Beete mit Schnur und Stöcken ab – das geht problemlos durch den Karton. Lass am Rand mindestens 20 cm Kartonüberstand und beschwere diesen mit Brettern, damit später kein Gras von aussen ins Beet wächst.
  5. Komposterde aufbringen – Nun kommt der wichtigste Schritt: eine etwa 20 cm dicke Schicht Komposterde auf den Karton geben. Nur so wird der Bewuchs zuverlässig unterdrückt und erstickt. Der Karton zersetzt sich schnell, daher lohnt es sich nicht, weniger Erde aufzubringen – sonst drückt das Gras von unten durch und deine Mühe war umsonst. Für die Wege eignen sich zum Beispiel Holzschnitzel.
    Achtung: Besonders hartnäckige Beikräuter wie Giersch oder Quecke solltest du vorher gründlich entfernen.

Wann kann man das No-Dig-Beet bepflanzen?

Nach dem Anlegen der No-Dig-Beete solltest du mindestens drei Monate warten. In dieser Zeit stirbt der Bewuchs unter dem Karton ab. Ich selbst habe meine Beete Ende Dezember angelegt und Anfang Mai bepflanzt – das hat wunderbar funktioniert.

Wichtige Tipps auf einen Blick

  • Karton immer überlappend auslegen.
  • Komposterde mindestens 20 cm hoch aufbringen.
  • Jäten geht später viel leichter. Da die Erde locker bleibt, lassen sich Beikräuter problemlos herausziehen.
  • Regelmässig mit Kompost auffüllen. Versorge die Beete jeden Winter oder Frühling mit einer neuen Schicht. Auch die Wege verrotten nach ein paar Jahren und müssen nachgefüllt werden.

No-Dig-Beet – eine kleine Selektion aus dem Biogarten-Shop

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