Hinweise zum Verzehr von PawPaw

Die PawPaw (Asimina triloba) zeichnet sich durch ein cremiges, aromatisches Fruchtfleisch und einen hohen Nährwert, sowie viele gesundheitsfördernde Stoffe aus.

In den letzten Jahren wurden die Inhaltsstoffe der PawPaw genauer untersucht. Aktuelle Untersuchungen des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart (CVUA) weisen in den Früchten sogenannte Acetogenine und Alkaloide nach.

Es gibt Vermutungen, dass einige dieser Substanzen für Menschen nicht gut verträglich sein könnten. Wir wollen Sie deswegen transparent über den aktuellen Kenntnisstand informieren.

 

Bei der PawPaw darf nur das cremige und aromatische Fruchtfleisch, keinesfalls die Kerne verzehrt werden. | © Andermatt Biogarten AG
Das exotische und wohlschmeckende Fruchtfleisch sollte mit bedacht verzehrt werden. | © Andermatt biogarten AG

Aktuelle Erkenntnisse zur PawPaw 

  • Acetogenine und das dazugehörige Molekül Annonacin können in PawPaw-Früchten enthalten sein. 
  • In Laborversuchen mit Tieren konnten Forscher eine potenzielle langfristige Giftigkeit von Annonacin in hohen Dosen nachweisen.
  • Es gibt jedoch keine Studien, die zeigen, dass der Konsum von PawPaw-Früchten bei Menschen Gesundheitsprobleme verursacht.
  • Die PawPaw ist in vielen Ländern seit langer Zeit eine beliebte Frucht.
  • Wie bei allen Substanzen ist die Menge entscheidend für die Giftigkeit.
  • Durch die saisonale Reife und die geringe Lagerfähigkeit wird die PawPaw nicht dauerhaft und nicht das ganze Jahr über in grösseren Mengen verzehrt.

Auf dieser Grundlage kommt die Schweizer Forschungsinstitution Agroscope zum Schluss, dass man auf einen regelmässigen, hohen Konsum verzichten sollte. Für Kinder, Schwangere und empfindliche Personen wird der Konsum vorsorglich nicht empfohlen.

Wichtig ist ausserdem, nur das reife Fruchtfleisch zu essen. Schale, unreife Früchte und Samen können höhere Gehalte an Acetogeninen enthalten und sollten nicht verzehrt werden.

Treten nach dem Verzehr Beschwerden auf, sollte auf weiteren Konsum verzichtet und bei starken Symptomen ärztlicher Rat eingeholt werden.

Im Internet finden sich teilweise Rezepte für Tees und Arzneimittel aus Pflanzenteilen wie Blättern, Rinde oder Samen. Darauf ist zu verzichten.

 

Die Früchte mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen sollten nur in Massen verzehrt werden. | © Andermatt Biogarten AG
  • Die PawPaw bleibt nach aktuellem Kenntnisstand eine interessante Obstart.
  • Für gesunde Erwachsene erscheint der gelegentliche Verzehr reifer Früchte als gut vertretbar.
  • Für Kinder, Schwangere und empfindliche Personen sollte aus Vorsorgegründen darauf verzichtet werden.

Quellen

  • CVUA Stuttgart
  • Agroscope

Natürliche Abwehrstoffe in Alltagslebensmitteln

Viele vertraute Lebensmittel enthalten natürliche Pflanzengifte, die in normalen Mengen gut verträglich sind, in hohen Dosen aber Probleme machen können. Beispiele sind Solanin in Kartoffeln und Tomaten, Blausäure in Bittermandeln und bitteren Aprikosenkernen sowie Oxalsäure in Spinat oder Randen. Diese Beispiele zeigen: Viele Pflanzen schützen sich mit solchen Stoffen, die wir im Alltag trotzdem essen – entscheidend sind Menge, Zubereitung und der Gesundheitszustand der Person.

Bei der Pawpaw kommt hinzu, dass noch unklar ist, wie schädlich die enthaltenen Acetogenine wie Annonacin für den Menschen bei normalem Fruchtverzehr tatsächlich sind.

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