Die hier präsentierten Pflanzen werden von uns gekürt, basierend auf Erfahrungen, Vorlieben und Begeisterung. Es sind Empfehlungen, die von Herzen kommen – quasi von Gärtner:in zu Gärtner:in. Ganz einfach und schnörkellos.
À propos: Wem eine Empfehlung in den Sinn kommt, die hier auch ausgesprochen werden sollte, dann her damit! Schreib an bewild(at)biogarten.ch und wir schauen ob's passt. Wichtig wäre nicht nur die Pflanzenempfehlung, sondern auch die Gründe, wieso die Pflanze so toll ist. Und wenn wir bereits bei den Extrawünschen angekommen sind: Gerne mit Pflanzenbild aus dem Garten ;-) Merci viumau.
| Blühzeit |
Mai |
| Überwinterung |
Winterhart bis ca. -25 °C, junge Pflanzen in den ersten Jahren vor Spätfrost schützen. |
| Wuchshöhe |
bis zu 3 m |
| Wuchsstärke |
Langsam bis mittelstark |
| Wurzelwuchs |
Pfahlwurzler |
| Blüte |
Violett, einmalblühend |
| Standort |
Sonnig |
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Besonderes |
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Ein Biss genügt, und eine herrliche Geschmacksvielfalt transportiert einem in eine andere Welt – den Genuss der PawPaw muss man einmal erlebt haben. Der Geschmack der reifen Früchte lässt sich nämlich nur schwer beschreiben, wer es doch versucht, landet bei einer Mischung aus Banane, Ananas, Mango und Vanille; alles Wunderbare was der Süden so hergibt.
Doch jetzt kommt das Beste; die PawPaw muss man nicht importieren, sie wächst auch in unseren Breitegraden- im eigenen Garten oder sogar im Topf (dieser sollte dann aber genügend gross sein). Der Selbstanbau ist sowieso empfohlen, denn wer Degustieren will, ohne nach Übersee zu reisen, kommt fast nicht drum herum. Die Früchte der PawPaw (früher auch Indianerbanane, dieser Name wird allerdings nicht mehr verwendet) sind nämlich nur schwer lagerfähig. Ab Mitte September sind sie reif, und sollten innerhalb weniger Tage verzehrt werden.
Seit Jahrhunderten gehört die PawPaw in Nordamerika zum Speisezettel der lokalen Bevölkerung und wird als nahrhafte Wildfrucht geschätzt. Und noch viel früher war sie ein beliebter Snack bei der Megafauna- die ihr bei der Samenverbreitung geholfen haben. Sie ist also alles andere als ein kurzfristiger Trend. In neueren Studien wurden zwar natürliche Abwehrstoffe wie Acetogenine in verschiedenen Pflanzenteilen gefunden, gleichzeitig gibt es keine Hinweise darauf, dass der gelegentliche Genuss reifer Früchte bei gesunden Erwachsenen ein Risiko darstellt.
Wichtig ist die richtige Auswahl: gegessen wird nur das vollreife, weiche Fruchtfleisch – Schale, Samen und unreife Früchte bleiben aussen vor. Wer die PawPaw wie eine saisonale Delikatesse behandelt und nicht täglich in grossen Mengen nascht, kann ihr Aroma entspannt geniessen. Für Kinder, Schwangere und sehr empfindliche Personen bleibt sie vorsichtshalber eine Frucht zum Anschauen statt zum Probieren.
Jetzt im Mai steht die PawPaw in voller Blüte und besticht mit ihren violetten, dekorativen Blüten nicht nur das menschliche Auge. Auch zahlreiche Insekten wissen das frühe Blütenangebot zu schätzen, und im Spätsommer dankt die PawPaw mit exotisch anmutenden Früchten – ein kleines Stück Tropenfeeling im naturnahen Garten.
Hinweis: Die Pawpaw ist zum aktuellen Zeitpunkt ausverkauft – ist aber voraussichtlich per Herbst 2026 wieder erhältlich.