Pflanz- und Pflegeanleitung für Edelkastanien und Haselnüsse

Pflanzzeit

Ganzjährig, ausser während Frostperioden

Standort und Boden

Edelkastanien lieben sonnige, warme Standorte und sollten als Solitär gepflanzt werden. Sie benötigen einen tiefgründigen, nähstoffreichen, kalkarmen Boden. Keine Staunässe, somit eher trockene Lagen. Bei der Pflanzung Moorbeeterde oder Sägemehl beimischen.

Haselnüsse sind anspruchslos, lieben aber gute, nährstoffreiche Böden. Keine Staunässe.

Pflanzabstand

Edelkastanien: Solitär 7 bis 8 m.

Haselnüsse: 1.5 m bis 2 m.

Pflanzung

  1. Pflanzloch in der Tiefe mind. doppelte Wurzelballentiefe ausheben (in der Breite etwas grösser als der Wurzelballen). Bei Edelkastanien Moorbeeterde oder Sägemehl beimischen zur PH-Senkung (bei Haselnüssen nicht nötig).
  2. Wurzelballen vor dem Pflanzen durchdringend giessen und ins Pflanzloch stellen
  3. Pflanzloch mit Erde auffüllen und Erde leicht andrücken
  4. Kreisförmige Vertiefung um die Pflanze anbringen und kräftig angiessen.

Eine leichte Mulchschicht ist ideal für eine regelmässige Bodenfeuchte und verhindert Unkrautwuchs. Das Anbinden an einem Pfahl erhöht – gerade in den ersten Jahren – die Standfestigkeit bei Wind und Sturm.

Düngung

Im Frühling 5–10L Kompost einarbeiten oder einen organischen Dünger (z.B. 120–150g Obst- und Beerendünger pro m2 ) streuen. Ca. im Juni/Juli mit nochmals ca. 50g nachdüngen. Bei Edelkastanien kann die Erde auch mit Moorbeeterde oder Sägemehl ergänzt werden.

Schnitt

Haselnussbäume vertragen einen Schnitt gut. Dies ist jedoch in den ersten Jahren kaum notwendig, ausser man will die Pflanze klein halten. Mit den Jahren ist ein Auslichten und auch Einkürzen notwendig.

Edelkastanien: Die Selbstbefruchter-Sorte ist in den ersten Jahren nur wenig zu schneiden. Auslichten und einkürzen, wenn erwünscht. Bei den 2-fach veredelten Sorten darauf achten, dass beide Sorten erhalten bleiben, ansonsten ist die Bestäubung nicht mehr gewährleistet. Nicht zu einem Stamm aufschneiden, ansonsten wird die untere Sorte weggeschnitten. Ein Formschnitt und auch auslichten ist gut möglich.

Pflanzenschutz

Bei der Haselnuss sind Krankheiten kaum relevant und auch von Schädlingen wird sie kaum befallen. Einzig der Haselnussbohrer kann die Ernte beeinträchtigen (Löcher in den Nüssen, welche dann leer sind).

Vorbeugend sollten alle Haselnüsse mit Loch entfernt und entsorgt werden. Bringen Sie im Frühjahr einen Leimring am Stamm an, um den Käfern den Aufstieg zu verhindern.

Bei der Edelkastanie sind junge Triebe im Frühling besonders frostempfindlich. Wurmstichigkeit: der Kastanienwickler ist in der nördlichen Schweiz kaum aktiv. Befallene Nüsse einsammeln und entsorgen, um einen Befall im nächsten Jahr zu verhindern.

Im südlichen Tessin und in Italien ist die Gallwespe stark verbreitet, welche das Wachstum und auch den Ertrag sehr beeinträchtigt. Der Befall ist aber rückläufig, da sich verschiedene Schlupfwespen etabliert haben, welche die Gallwespe parasitieren.

Somit sind Schädlinge in der nördlichen Schweiz kaum relevant. Krankheiten an den oberirdischen Teilen treten kaum auf. Bei nassen Standorten können Pilzkrankheiten an den Wurzeln auftreten

Ernte und Lagerung

Nüsse laufend aufsammeln. Wurmstichige entsorgen; die restlichen reinigen und trocknen, damit kein Schimmel entsteht. Danach bis zum Öffnen kühl und trocken lagern. Vor Dörrobstmotten schützen.

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